Tagtäglich bestimmen neue Impulse, wie wir die Welt wahrnehmen. Und mit Ihnen entwickelt sich unsere Persönlichkeit. Wir selektieren immer gezielter, und verengen uns. Mit den neuen Matching-Systemen im Internet finden wir immer besser zu passenden Artikeln und passenden Menschen zu uns. Wir werden immer besser, immer stärkere Spezialisten für unseren Bereich. Wir werden immer spezieller. Und leben aneinander vorbei. Jeder in seiner Gruppe. Die Großstadt mit ihrer Masse an Menschen verstärkt diesen Effekt. In kleineren Städten kann es noch passieren, dass die Punks im Salsacafe sitzen, aber in den Metropolen hat jede Gruppe ihr eigenes Gebiet. Und so bleiben wir in unseren Gruppen unter uns, und freuen uns über die Gleichgesinnten, die unsere Meinung unterstützen. Und entwickeln gemeinsam Spezialistenwissen, das die Welt in unserem Gebiet voranbringt.
Aber was ist mit den Menschen, die in keiner Gruppe sind, die keine Spezialisten sind, die irgendwo zwischen den Schubladen verloren gegangen sind? Die frei sind. Und allein. Wo sind sie in diesem System? Wie können die verschiedenen Gruppierungen wieder gemischter zusammen leben? Sollten sie das überhaupt? Oder ist diese verengende Spezialisierung gut, wie sie passiert?